Industriemitteilung 19.04.2004
Light Infantry Vehicle for Special Operations LIV (SO) vorgestellt
Das Fahrzeug wurde auf Basis des Wolf 270 CDI in nur 10 Monaten von Rheinmetall Landsysteme entwickelt. 21 Fahrzeuge werden gegenwärtig an das Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr ausgeliefert. Das Fahrzeug kann ein Team von vier Soldaten transportieren, ist luftverladbar im Hubschrauber CH-53, voll geländegängig und u.a. ausgerüstet mit Nebelmittelwurfanlagen in den Stoßstangen, Notlaufeigenschaften der Reifen, elektrisch aktivierten Differentialsperren in Längs- und Querrichtung, Staufächer für die Ausrüstung, integriertes Ersatzrad und Rücksitze, vorne und hinten mit einer Aufnahme für ein 7,62 mm Maschinengewehr, elektrisch betätigte Hangstabilisierung mit manuellem Backup um das Schießen auch bei extremer Steigung zu ermöglichen. Die am Fahrzeug installierte und schnell für den Lufttransport demontierbare RLS 609 K Waffenstation kann ein 12,7 mm Maschinengewehr oder alternativ eine 40mm Granatmaschinenwaffe aufnehmen.
Industriemitteilung 13.04.2004
Auslieferung des ersten modernisierten Drohnensystems CL 289
Das erste modernisierte Aufklärungssystem AOLOS-289 übergab die EADS Ende April, im Rahmen einer feierlichen „Roll-Out“-Veranstaltung, an das deutsche Heer. Das Aufklärungsdrohnensystem CL 289, eine Gemeinschaftsentwicklung von Kanada, Frankreich und Deutschland, ist seit 1991 im deutschen und französischen Heer eingesetzt. Die Aufklärungssysteme sind mit Infrarot-Line Scanner und einer optischen Reihenbildkamera ausgerüstet. Reichweite ca. 400 Kilometer, Geschwindigkeit ca. 730 Kilometer/Stunde. Mit Umrüstung der Drohnen wird neben einer Leistungssteigerung auch die zukünftige Wartung und Instandhaltung sichergestellt. Die Umrüstung der CL 289 erstreckt sich über einen Zeitraum von drei Jahren. Die Business Unit Systems & Defence Electronics der EADS ist für die Modernisierung der unbemannten Aufklärungssysteme CL 289 verantwortlich. Das AOLOS-289 Programm beinhaltet hauptsächlich die Umsetzung der Flugsoftware für den Bordrechner des unbemannten Aufklärungssystems. Das ursprüngliche Auftragsvolumen (27 Mio. Euro) wurde durch zusätzliche Anpassaufträge zwischenzeitlich auf ein Gesamtvolumen von ca. 36 Mio. Euro aufgestockt. Mit Beginn der Übergabe des ersten Loses werden in der Serienproduktion insgesamt 160 Flugkörper für Deutschland und Frankreich auf die neue Konfiguration umgerüstet.
Pressemitteilung 13.01.2004
DURO 3 für die Bundeswehr
Ratingen. Im Rahmen des einsatzbedingten Sofortbedarfs für Auslandseinsätze der Bundeswehr liefert Rheinmetall Landsysteme hochmoderne Mehrzweckfahrzeuge vom Typ DURO 3 an die Truppe. Neben den bereits im Dezember 2002 beauftragten zwölf Fahrzeugen in der Variante "Beweglicher Arzttrupp" sind derzeit vier Fahrzeuge der Version "Feldjäger" in Produktion. Der in exklusiver Zusammenarbeit mit dem Schweizer Unternehmen MOWAG hergestellte DURO 3 ist ein hochmodernes gepanzertes 6x6-Mehrzweck-Radfahrzeug. Als geschützte Version ergänzt er die Fahrzeugfamilie der ungepanzerten DURO, von denen sich mehr als 3.500 Fahrzeuge vorwiegend bei der Schweizer Armee erfolgreich im Einsatz befinden. In der Bundeswehr soll der DURO 3 die bisherigen ungepanzerten Trägerfahrzeuge ablösen und damit einen wesentlichen Beitrag zum besseren Schutz der Soldaten im Einsatz leisten. Der Gesamtbedarf der Bundeswehr an geschützten Transportfahrzeugen für die Einsatztruppen Sanitätswesen, Feldjäger, Beobachtung und Aufklärung, Führung, EOD (Explosive Ordnance Disposal - Sprengmittel-Beseitigung) sowie Fernmeldewesen beläuft sich in den kommenden Jahren auf über 900 Fahrzeuge.
Industriemitteilung 16.12.2003
Verteidigungsministerium entscheidet sich für den Mungo
Am 12.12.03 hat sich das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg), nach einem intensiven Wettbewerb sowie nach Einsatzerprobungen in Afghanistan für das „Einsatzfahrzeug Spezielle Operationen ESK“ MUNGO von Krauss-Maffei Wegmann entschieden.
Mit dem MUNGO erhält die Division Spezielle Operationen (DSO) ein im Hubschrauber CH53 luftverladbares, geschütztes, geländegängiges und universell einsetzbares Transportfahrzeug.
In einem 1. Los sollen 388 MUNGO in der Variante „Personen- und Materialtransport“ beschafft werden.
Der MUNGO kann 10 voll ausgerüstete Soldaten transportieren und hat eine Nutzlast von 2t. Er bietet Schutz gegen Schützenminen 7,62 mm NATO Standardmunition und ist ausbaubar bis 7,62 mm NATO Hartkernmunition.
Die ersten Fahrzeuge werden ab 2004 der DSO zulaufen. Insgesamt besteht zur Zeit ein Bedarf von über 900 Fahrzeugen. Über 40% des Bedarfes soll über eine Variante „Mehrzweckfahrzeug“ abgedeckt werden, bei der eine serienmäßige Hochleistungshydraulik das flexible Hub- und Transportsystem versorgt, mit dem das Fahrzeug sich und andere be- und entladen, Container mit Rüstsätzen für Pioniere, Nachschub, EOD usw. aufnehmen und transportieren kann. Über ein handelsübliches Schnellwechselsystem können Frontanbaugeräte wie Palettengabel, Räumschild, Bohrer, Erdbohrer usw. betrieben werden.
Pressemitteilung 08.12.2003
Offizielle Übergabe des ersten Spähwagens FENNEK an das Heer
Am 10. Dezember 2003 wird im Rahmen einer feierlichen Übergabe an der Panzertruppenschule in Munster das erste von insgesamt 206 Fahrzeugen FENNEK dem Heer übergeben.
Bei den 206 Fahrzeugen FENNEK handelt es sich um 178 Spähwagen, 24 Pionierfahrzeuge und 4 Artillerie-Beobachter. Der Spähwagen FENNEK wird in der Panzeraufklärungstruppe den Spähpanzer Luchs und andere Fahrzeuge ersetzen.
Im Rahmen des deutsch-niederländischen Gemeinschaftsprogrammes erhalten die niederländischen Streitkräfte 410 Fahrzeuge.
Mit dem Spähwagen FENNEK und seinen Varianten erhalten die deutschen und niederländischen Streitkräfte ein allradangetriebenes Fahrzeug, das seiner Besatzung größtmöglichen Schutz gegen Minen und direkten Beschuss gibt durch seine niedrige Silhouette, sein umfassendes Schutzpaket und seine hohe Beweglichkeit. Ausgestattet mit einer leistungsstarken Sensorik zur Zielaufklärung mit modernster Nachtsichtausrüstung, einer Navigationsanlage sowie einer weitreichenden Funkanlage ermöglicht dieses System dem Nutzer weitreichende Aufklärungsmissionen mit schnellster Übermittlung der aufgeklärten Ziele und deren Positionen über einen längeren Zeitraum. Die Waffenstation mit einem 50 Maschinengewehr bzw. einer 40 mm Granatmaschinenwaffe als Hauptbewaffnung gibt der Besatzung bei Tag und Nacht die Möglichkeit einer effektiven Selbstverteidigung.
Die Fahrzeuge werden bis 2007 an die Truppenteile der deutschen und niederländischen Streitkräfte ausgeliefert.
Pressemitteilung 09.12.2003
Bundeswehr erhält modernstes Tankflugzeug der Welt
Dresden (AP) Der Europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hat am Dienstag in Dresden das erste strategische Tankflugzeug der Bundeswehr vorgestellt. Es handelt sich um einen umgebauten Airbus von Typ A 310 MRTT. Das Flugzeug - es ist das modernste seiner Art weltweit - wurde bei der Elbe Flugzeugwerke GmbH umgerüstet und wird im Mai des nächsten Jahres an die Bundesluftwaffe ausgeliefert.
Insgesamt erhält die Bundeswehr vier Airbus-Tankflugzeuge, die kanadische Luftwaffe hat zwei Maschinen dieses Typs bestellt. Nach Angaben von Airbus-Programmleiter Rolf Lüdemann liegt das Auftragsvolumen für alle sechs Maschinen bei rund 150 Millionen Euro. Der Gesamtauftrag ist im Jahr 2005 abgeschlossen.
Der umgebaute Airbus-Tanker ist in der Lage, in der Luft Jagdflugzeuge wie den Tornado oder den Eurofighter zu betanken. «Er kann 72 Tonnen Kerosin tanken und 45 Tonnen abgeben», betonte Lüdemann. Bei der Elbe Flugzeugwerke GmbH werden drei Maschinen umgerüstet, die Lufthansa Technik AG in Hamburg übernimmt die anderen drei Airbusse.
Pressemitteilung 04.12.2003
Zweites hochmodernes U-Boot in Emden getauft
Emden (AP) Bei der Nordseewerke-Werft in Emden ist am Donnerstag das zweite U-Boot aus der neuen 212A-Klasse für die deutsche Marine getauft worden. Der gemeinsam mit der HDW-Werft in Kiel gebaute U-Boot-Typ hat nach Angaben der Nordseewerke das modernste nicht-nukleare System der Welt. Die Ausrüstung der 56 Meter langen und fast 1.500 Tonnen schweren «U 32» wird voraussichtlich noch ein Jahr dauern.
Die Boot-Klasse zeichnet sich unter anderem durch ihren außenluftunabhängigen Antrieb auf Basis von Wasserstoff-Brennstoffzellen aus. Wegen dieses Antriebs können die Unterseeboote nach Angaben der HDW-Werft wochenlang unter Wasser in Fahrt bleiben, was bisher nicht möglich war. Insgesamt sollen vier 212A-U-Boote gebaut werden.
Das erste Boot der Reihe, die «U 31», war im März 2002 in Kiel getauft worden. Die Erprobungsphase sei noch nicht abgeschlossen, teilte ein Sprecher der Marine mit. Das Unterseeboot werde voraussichtlich Ende März 2004 in Dienst gestellt. Es ergänzt die bislang aus 14 U-Booten bestehende Flotte in Eckernförde.
Pressemitteilung 09.10.2003
Deutschland und Schweden statten LEOPARD 2 mit Minenschutz aus.
Im September 2003 hat Krauss-Maffei Wegmann (KMW) einen Auftrag über die Ausstattung Minenschutz für den KPz LEOPARD 2 für die deutsche Bundeswehr und MBT 122 für die schwedische Armee erhalten.
Der Auftrag umfasst im ersten Schritt die Umrüstung von 15 KPz für die deutsche Bundeswehr und 10 MBT 122 für Schweden. Die Waffensysteme werden unter der Bezeichnung KPz Leo 2 A6M in Deutschland und MBT 122M in Schweden geführt. Diese Maßnahme bedeutet einen zusätzlichen Schutz für die Besatzung des KPz LEOPARD 2 gegen die weit verbreiteten Panzerabwehrminen.
Die Übergabe des ersten LEOPARD 2 mit Minenschutz an die Bundeswehr und die schwedische Armee ist für Juni 2004 geplant.
Pressemitteilung 01.07.2003
Typenabnahme für den "Eurofighter"
Am Montag, den 30. Juni erfolgte die Typenabnahme ("Typ Acceptance") des neuen Jägers. Zur Feier waren der Bundesminister der Verteidigung, Dr. Peter Struck und Vertreter Großbritanniens, Spaniens und Italiens ins oberbayrische Manching gereist. 180 Maschinen für insgesamt 19,5 Milliarden Euro inklusive elektronischem Selbstschutzsystem soll die deutsche Luftwaffe erhalten. Sie ersetzen die Systeme "MiG-29", "Phantom" und Teile der Tornado-Flotte. Als erster Verband wird das Jagdgeschwader 73 "Steinhoff" in Laage mit dem "Eurofighter" ausgestattet. Dann folgen voraussichtlich das Jagdgeschwader 74 "Mölders" in Neuburg, das Jagdbombergeschwader 31 "Boelcke" in Nörvenich, das Jagdgeschwader 71 "Richthofen" in Wittmund und schließlich das Jagdbombergeschwader 33 in Büchel.
Pressemitteilung 07.04.2003
Lautlose Weltpremiere - Modernstes "nicht-nukleares" U-Boot der Welt auf Testfahrt
Techniker der Bundeswehr und zweier deutscher Werften haben am Montag mit der Erprobung des neuesten U-Boots der Bundesmarine begonnen. Das Boot mit der Kennung U-31 gilt als revolutionäre Neuerung und als das modernste "nicht-nukleare" U-Boot weltweit. U-31 ist das erste Boot der neuen Baureihe 212 und verfügt serienmäßig über einen Brennstoffzellenantrieb, der wochenlange Tauchfahrten möglich macht.
Pressemitteilung 28.02.2003
Wachwechsel an der Spitze der Deutschen Marine
Berlin/ Glücksburg/ Flensburg - In Anwesenheit des Bundesministers der Verteidigung, Dr. Peter Struck, fand am Donnerstag, dem 27. Februar 2003, an der Marineschule Mürwik in Flensburg der Wechsel des Inspekteurs der Marine statt. Vizeadmiral Hans Lüssow übergab nach dreieinhalb Jahren Amtszeit als Inspekteur der Marine seine Aufgaben als erster Soldat der Deutschen Marine an Vizeadmiral Lutz Feldt. Nach der Kommandoübergabe wurde Vizeadmiral Hans Lüssow mit einem Großen Zapfenstreich in den Ruhestand verabschiedet.
Pressemitteilung 07.12.2002
Waffenhersteller Heckler & Koch verkauft
Oberndorf (dpa/i.h.) - Unter der Führung der langjährigen Geschäftsführer von Heckler & Koch übernimmt ein Investorenkonsortium den traditionsreichen Waffenhersteller. Wie die Gruppe mitteilte, werden die neuen Miteigentümer Ernst Mauch und Dirk Holzknecht die Firma auch weiterhin leiten. Der bisherige Besitzer, der britische Rüstungs- und Luftfahrtkonzern BAE Systems, bestätigte den Verkauf von Heckler& Koch, ohne nähere Einzelheiten zu nennen. Das schwäbische Unternehmen ist der führende Lieferant von Handfeuerwaffen für die Bundeswehr.
Pressemitteilung 20.10.2002
Neues Triebwerk für Kampfpanzer Leopard 2
Für den Leopard 2 ist ein noch stärkeres Triebwerk entwickelt worden. Der erste Prototyp einer verbesserten Version des EuroPowerPack (EPP) wurde in einem Kampfpanzer Leopard 2 erprobt. Der Motor MT883 der Firma MTU Friedrichshafen GmbH ist der Kern des EPP, dem Antrieb, der für schwere Kampffahrzeuge der 3. Generation entwickelt wurde. Die weiterentwickelte Version erzeugt bei 3 000 U/min 1 210 kW (1 650 PS) mit einem maximalen Drehmoment von 5 000 Nm bei 2 000 U/min. Dies bedeutet eine 10%ige Verbesserung von Leistung und Drehmoment im Vergleich zum Standard-EPP. Dieses Triebwerk ist fast 1 000 mm kürzer als der des originalen Leopard-2-Antriebs. Dank der geringeren Dimensionen entsteht ein freier Raum von rund 3 m3, der für zusätzliche Tanks, mehr Munition oder einen automatischen Lader genutzt werden kann. Mit dem EuroPowerPack beschleunigt der Leopard 2 schneller und verbraucht 15 % weniger Treibstoff. Im britischen Kampfpanzer Challenger 2E ist der Raumgewinn 1,7 m3. Zum Motor MT883 gehört das Getriebe HSWL 295 TM der Renk AG.
Pressemitteilung 17.10.2002
Neuer Schützenpanzer genehmigt: Statt Panther jetzt Igel
Am 12. September haben in ihren letzten und zusätzlichen Sitzungen Verteidigungs- und Haushaltsausschuss das Vorhaben Neuer Schützenpanzer (NSPz) gebilligt. Damit kann die Projektierung der sogenannten Komponentenlösung für den Nachfolger des 1971 in das deutsche Heer eingeführten Schützenpanzers Marder beginnen. Hauptauftragnehmer wird die „Panther System und Management GmbH" (PSM), die die Firmen Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und Rheinmetall Landsysteme (RLS) am 22. Juli 2002 mit Sitz in Kassel gegründet hatten. Die ersten 20 NSPz sollen Mitte 2005 in einer Vorserie an das Heer ausgeliefert werden. Der im kommenden Jahr dafür abzuschließende Vertrag wird eine Option für zunächst 390 weitere Fahrzeuge enthalten. Der Finanzumfang für die genehmigte Projektierungsphase beträgt 198,3 Mio Euro. Der Haushaltsausschuss hat ausdrücklich verlangt, dass auch für die Baugruppen Unterauftragnehmer aus dem Bereich der nationalen Industrie zum Erhalt der Kompetenz herangezogen werden. Nach den Ausschuss-Sitzungen verkündete Verteidigungsminister Dr. Peter Struck höchst persönlich nachdem das Fahrzeug der Marder-Nachfolge immer Panther genannt worden war den neuen Namen des NSPz: „Igel". In jedem Fall ist diese Entscheidung für die ausbaufähige Komponentenlösung für den Erhalt und die Zukunft der deutschen Heeresindustrie von großer Bedeutung. (SUT 10/2002)
Pressemitteilung 16.10.2002
Auslieferung weiterer DINGOs von Krauss-Maffei Wegmann an das Heer
Seit September 2002 hat die Auslieferung der ersten von weiteren 91 Allschutz-Fahrzeugen DINGO des 2. und 3. Loses an das Heer begonnen. Es ist geplant, alle Fahrzeuge bis Ende März 2003 an die Truppe zu übergeben. Der DINGO wird bereits seit Dezember 2000 bei den deutschen Friedenstruppen im Kosovo sowie in Mazedonien und seit 2002 auch in Afghanistan für Patrouillen- und Transportaufgaben eingesetzt. Neben hohem Rundum-Schutz gegen Handfeuerwaffen aller Art wird durch ein spezielles „Minen-Deflektor-System“ ein in dieser Fahrzeugklasse sonst nicht erreichter Schutz der Besatzung sowohl gegen Personen- als auch gegen Panzerabwehrminen sichergestellt. Darüber hinaus verfügt das Fahrzeug über eine leistunsgfähige, kollektive ABC-Schutzbelüftungsanlage.
Das als Basis verwendete, hochgeländegängige Unimog-Fahrgestell U1550L verleiht dem DINGO ein hohes Maß an Mobilität und Wendigkeit bei schwierigen Straßen- und Geländeverhältnissen, insbesondere auf engen, kurvenreichen Straßen und im Gebirge. Durch die Handelsüblichkeit ist das Fahrgestell entsprechend wirtschaftlich in der Beschaffung und in der Nutzung. Eine günstige, weltweite Versorgbarkeit der Fahrgestellkomponenten wird durch das Händler- und Werkstattnetz von DaimlerChrysler sichergestellt. Ein weiteres herausragendes Merkmal des DINGO ist, dass er in dem bei der deutschen Luftwaffe eingeführten Transportflugzeug C-160 Transall verladbar und damit schnell und über weite Strecken transportierbar ist. Er hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 9.200 Kilogramm bei einer Nutzlast von 1.200 Kilogramm. In der Standardkonfiguration ist der DINGO für den Transport von fünf voll ausgerüsteten Soldaten ausgelegt.
Als Bewaffnung verfügt der DINGO über ein Maschinengewehr Kaliber 7,62 mm, das unter Panzerschutz bedienbar ist. Alternativ können in die gleiche Waffenstation ein Maschinengewehr Kal. .50 oder eine 40mm-Granatmaschinenwaffe zur Selbstverteidigung integriert werden. Das Fahrzeug verfügt zudem über Klimaanlage, Standheizung, ABS, Rückfahrkamera, GPS-Navigationseinrichtung, eine moderne Funk- und Außenbordsprechanlage sowie eine moderne Führungsausstattung.
Luftwaffenmeldung 28.10.2002
Das JaboG 34 "A" verabschiedet sich mit "fly out" und Serenade
Memmingen - Normalerweise werden in der Halle 42 des Fliegerhorstes Memmingerberg TORNADO's instandgesetzt. Am Montag, den 23. Oktober 2002 waren dort jedoch zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und der Bundeswehr versammelt, um beim symbolisch letzten Start eines Militärflugzeuges dabei zu sein . . . Mit einem feierlichen Appell wurde der "fly out" eingeleitet, mit dem sich das Jagdbombergeschwader 34 "Allgäu" (JaboG 34 "A"), das im Zuge der Bundeswehrreform Mitte nächsten Jahres aufgelöst wird, von der Bevölkerung verabschiedete. In seiner Ansprache erläuterte Generalmajor Henner Scholz die Notwendigkeit der für viele schmerzhaften Umstrukturierung der Streitkräfte. Gleichzeitig bedankte er sich bei den Soldaten des Geschwaders, das "mit hoher Motivation immer an der Leistungsspitze der Einsatzverbände" gestanden habe. Staatsminister Miller, selbst ein Memminger, betonte in seinem Grußwort die tiefe Verwurzelung des Verbandes in die Region, was durch den Beinamen "Allgäu" auch nach außen dokumentiert werde.
So war Wehmut unter den Zuschauern deutlich spürbar, als sich der TORNADO mit der Aufschrift "last call" (letzter Aufruf) in den Himmel erhob. Zum Gedenken an die 27 Kameraden des Geschwaders, die bei Ausübung ihres Dienstes zu Tode kamen, wurde zusammen mit drei weiteren Maschinen ein "lost wingman" - Manöver geflogen. 44 Jahre JaboG 34 "A" und 66 Jahre Militärfliegerei auf dem Memmingerberg fanden damit ihr offizielles Ende.
Den abschließenden Höhepunkt des Tages bildete schließlich die abendliche Serenade auf dem Memminger Marktplatz, die vom Luftwaffenmusikkorps 1 aus Neubiberg gestaltet wurde. Mehrere Tausend Bürger aus der Stadt und dem Umland waren gekommen, als über 500 Soldaten des Geschwaders, eingerahmt von der historischen Kulisse der Altstadt, das letzte Mal in einer repräsentativen Stärke antraten.
Pressemitteilung 09.09.2002
Erfinder der legendären Maschinenpistole in den USA gestorben
Ende vergangener Woche starb in Philadelphia (USA) Uzi Gall (79), Erfinder der legendären Maschinenpistole "Uzi". Gall wurde am 15.Dezember 1923 in Deutschland geboren. Zusammen mit seinen Eltern emigrierte er 1933 nach Großbritannien, von wo aus er drei Jahre später ins damalige britische Mandatsgebiet Eretz Israel / Palästina ausreiste um sich im Kibbutz Jagur niederzulassen. Schon mit 15 Jahren baute er einen Bogen, der seine Pfeile automatisch abschoss. Im Palmach, einer Elite-Einheit der künftigen israelischen Armee, wurde sein Talent erkannt und Gall zum Chef der Waffenabteilung ernannt.
Von 1943 bis 1946 steckten ihn die Briten wegen illegalen Waffenbesitzes hinter Gittern. Nach Staatsgründung 1948 und dem ersten israelisch-arabischen Krieg begann der Autodidakt mit der Entwicklung einer Maschinenpistole und stellte 1954 den Prototyp seiner 9-Millimeter-Uzi vor. Die Waffe sei einfach zu bedienen, nicht teuer, von großer Schusskraft und extrem zuverlässig, zeigt sich der frühere israelische Armeechef Rafael Ejtan noch heute begeistert. "Damals galt sie als beste Waffe ihrer Gattung". Die Uzi entwickelte sich mit Beginn der Massenproduktion 1956 rasch zum Verkaufserfolg. Bis heute wurden rund zwei Millionen Stück in alle Welt verkauft, und das Gewehr gilt als eines der Markenzeichen Israels. Noch heute wird die Uzi von Soldaten und Polizisten in mehr als 50 Ländern getragen.
Gall, der als Staatsbediensteter an seiner Erfindung kaum Geld verdient hatte, siedelte 1976 in die Vereinigten Staaten über. Dort arbeitete er weiter und präsentierte für den US-Markt unter anderem eine faustgroße "Mini-Uzi". In Israel endete mit der Einführung des Modells "Barak" in den 90er Jahren die Ära Uzi. Uzi Gall soll am Donnerstag in Jagur an der Seite seiner Ehefrau Mila beerdigt werden.
Pressemitteilung 19.07.2002
Sturmgewehre in der Schrottpresse
Schrottpresse statt Schlachtfeld: In Eberbach am Neckar begann die Bundeswehr mit der Zerstörung von Sturmgewehren und Panzerfäusten. 400 000 ausgemusterte Waffen werden bis 2007 beseitigt. Lob kommt von Unicef: Dies bremse das internationale Waffenkarussell.
Das beschauliche Städtchen am Neckar ist derzeit Schauplatz einer außergewöhnlichen Abrüstungsaktion. Das Verteidigungsministerium lässt dort 50 000 Sturmgewehre des Typs G3 und 5000 leichte Panzerfäuste zerstören. Die ausgemusterten Waffen aus Standorten in ganz Deutschland sind eingelagert worden im Heeresdepot der Logistikbrigade 2, einer Art militärischem Großversandhaus in einem 34-Kilometer-Labyrinth unter der Burg Hornberg, in der einst der Raubritter Götz von Berlichingen seine Memoiren schrieb. 260 zivile Mitarbeiter und eine Sicherungseinheit Soldaten sichern von dort aus üblicherweise den Nachschub.
"Diese Demilitarisierung ist ein Novum für Handwaffen", erklärt Oberleutnant Holger Nemetz (35) den Auftrag.
Auf dem Gelände sind am Mittwoch schon die ersten Panzerfäuste zerstört worden. Sie landeten genauso in der Schrottschneidemaschine wie jetzt die Gewehre. In dieser groß geratenen Kombination von Fallbeil und Presse werden die Waffen mit der Kraft von 450 Tonnen per Hydraulik in kleine Stücke gehackt. "Die werden zerschnitten wie von einer Guillotine", erklärt Holger Nemetz. Die Teilchen müssen so klein sein, "damit man mit dem Zeug nichts mehr anfangen kann".
Pressemitteilung 01.05.2002
Niederlande beschaffen die Panzerhaubitze PzH 2000.
Am 1. Mai 2002 wurde in Den Haag der Beschaffungsvertrag über 57 Panzerhaubitzen 2000 (PzH 2000) plus Zubehör vom Directeur Materieel, Hr. Generalmajor W.H. Zoomers, und dem Vorsitzenden der Geschäftsführung von Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co KG (KMW), Herrn Dr. Manfred Bode sowie dem Mitglied der Geschäftsführung von KMW, Hr. Dr. Werner Zimni, unterzeichnet. Der Lieferzeitraum beginnt 2004 und endet 2009.
Die PzH 2000 wird in den Niederlanden die veralteten Systeme M 114 und M 109 ersetzen, die den Forderungen, die das moderne Gefechtsfeld an die Fähigkeiten der Artillerie stellt, nicht mehr genügen. Die PzH 2000 setzte sich dabei gegen Mitbewerber aus den USA, aus Südafrika und aus Großbritannien durch.Nicht zuletzt die guten Erfahrungen des deutschen Nutzers mit diesem Waffensystem und die Auswahlentscheidung zugunsten der PzH 2000 durch Griechenland und Italien haben in den Niederlanden zur Entscheidung geführt, diese leistungsstärkste und modernste Panzerhaubitze der Welt zu beschaffen.
Pressemitteilung 12.04.2002
Bundeswehr bekommt Augen im All
Mit den Spionagesatelliten SAR-Lupe wird Deutschland nach den USA und Russland der dritte Staat mit Radarüberwachung aus dem Weltraum.
Deutschland steigt in die Weltraumspionage ein. Die Bundeswehr bekommt ab 2005 insgesamt fünf Spionagesatelliten vom Typ SAR-Lupe. Für 300 Millionen Euro leistet sich die Bundeswehr damit einen nationalen Einstieg in die Überwachung aus dem Weltall. Über die bei dem System genutzte Radarüberwachung, mit der Bilder in einer Auflösung von einem Meter auch bei schlechtem Wetter oder bei Nacht möglich sind, verfügen bislang nur die USA und Russland.
"Zur Verbesserung unserer strategischen Aufklärungsfähigkeit beschaffen wir das allwetterfähige Radarsatellitensystem SAR-Lupe. Mit dem französischen optischen Satellitensystem HELIOS II wird es den Kern eines 'europäischen satellitengestützten Aufklärungsverbundes' bilden." - Rudolf Scharping am 8.4.2002 .
Die Satelliten, die im Abstand von einem halben Jahr ins All geschossen werden und die Bundeswehr ungefähr zehn Jahre lang mit Bildern versorgen sollen, arbeiten nicht wie viele andere Spionagesatelliten im optischen Frequenzbereich, also mit normalen Fotomethoden. Sie nutzen stattdessen Radartechnologie, mit der sie auch durch Wolkendecken sehen und bei Dunkelheit Bilder machen können. Die etwa 700 Kilogramm schweren künstlichen Erdtrabanten arbeiten mit dem Synthetic Aperture Radar (SAR), das z.B. auch im amerikanischen Spionageflugzeug J-STARS eingesetzt wird. Die Bezeichnung "Lupe" stammt von einer neuen, in Deutschland speziell entwickelte Technik. Die Satelliten beobachten normalerweise ein großes Gebiet mit geringerer Auflösung, können aber mit der "Lupen"-Funktion bei Bedarf einzelne Ausschnitte vergrößern. Damit ist eine Auflösung von bis zu einem Meter möglich. Einzelne Fahrzeuge können damit unterschieden werden. Das System kann den gesamten Erdball überwachen.
Pressemitteilung 05.03.2002
Dritter Bundeswehr-Auftrag für Allschutz-Transport-Fahrzeug ATF 2 "DINGO"
Krauss-Maffei Wegmann hat am 04.03.02 mit dem Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) einen Vertrag zur Lieferung eines 3. Loses von weiteren 34 Allschutz-Transport-Fahrzeugen ATF 2 "DINGO" für die Bundeswehr abgeschlossen. Die Fahrzeuge werden von Juni bis Oktober 2002 an die Truppe ausgeliefert. Der DINGO wird bereits seit Dezember 2000 bei den deutschen Friedenstruppen im Kosovo und in Mazedonien, seit 2002 auch in Afghanistan für Patrouillen- und Transportaufgaben eingesetzt und hat sich hervorragend bewährt. Er genießt daher hohes Vertrauen bezüglich Zuverlässigkeit und Schutz bei den Soldaten. Der DINGO schließt die Ausrüstungslücke im Bereich mittleren, gut insbesondere gegen Minen geschützten, lufttransportfähigem Transportraum zwischen dem Geländewagen WOLF und dem Transportpanzer FUCHS.
Pressemitteilung 01.03 2002
LEOPARD 2 wird neuer Kampfpanzer der griechischen Streitkräfte.
Die griechische Regierung hat sich in ihrer KYSEA-Sitzung am 01. März 2002 für die Beschaffung des LEOPARD 2 GR (Greece) als neuen Kampfpanzer für die hellenischen Streitkräfte entschieden. Der LEOPARD 2, den Krauss-Maffei Wegmann (KMW) als Generalunternehmer mittlerweile zum erfolgreichsten Kampfpanzer der Welt gemacht hat, wird nach der Beschaffungsentscheidung Griechenlands nun von 10 europäischen Nationen genutzt werden. Der LEOPARD 2 trägt daher zurecht den Namen "Euro-LEOPARD".Der LEOPARD 2 setzte sich in einem mehr als dreijährigen Wettbewerb gegen fünf Konkurrenten aus den USA und Europa durch.
Pressemitteilung 21.12.2001
Deutschland und die Niederlande beschaffen den Spähwagen FENNEK.
Am 21.12.2001 wurde in Den Haag ein Liefervertrag zwischen dem niederländischen Verteidigungsministerium und der Arbeitsgemeinschaft (ARGE), bestehend aus Krauss-Maffei Wegmann (KMW), München und SP Aerospace and Vehicle Systems (SP), Geldrop über insgesamt 612 gepanzerte 4x4 Fahrzeuge FENNEK in verschiedenen Varianten abgeschlossen. Der Sitz der ARGE ist in Kassel. Bei diesem Vorhaben handelt es sich um ein niederländisch/deutsches Gemeinschafts-programm, wobei die Niederlande als vertragssschließende Nation auch im Namen der Bundesrepublik Deutschland handelt und den deutschen Bedarf mitbeschafft. Der Umfang dieses Auftrages an die Arbeitsgemeinschaft KMW und SP beträgt über 500 Mio Euro. Von den 612 Fahrzeugen sind 410 Fahrzeuge für die niederländischen Streitkräfte und 202 Fahrzeuge für die deutschen Streitkräfte bestimmt. Die Fahrzeuge für die niederländischen Streitkräfte werden als Spähwagen (202) und für andere Missionen (208) eingesetzt werden. Die Fahrzeuge für die deutschen Streitkräfte gliedern sich in die Varianten Spähwagen (178) und andere Missionen (24) auf.Die Fahrzeuge werden beginnend ab Mitte 2003 bis 2007 an die Truppenteile der niederländischen und deutschen Streitkräfte ausgeliefert.
Pressemitteilung 27.06.2001
Offizielle Übergabe des neuen Flugabwehrsystems LeFlaSys an die Bundeswehr.
Die Bundeswehr verfügt seit heute über das weltweit modernste Flugabwehrsystem kurzer Reichweite. Damit wird der dringende Bedarf der deutschen Heeresflugabwehr an einem hochmodernen, luftverladbaren und automatischen Flugabwehr-Raketen-system gedeckt, begründet vor allem durch das veränderte Einsatzprofil der deutschen Streitkräfte. Am 27. Juni 2001 hat die Bundeswehr den ersten Zug ihres neuen leichten Flugabwehrsystems "LeFlaSys" im Rahmen des offiziellen Roll-Outs in der Feldwebel-Schmid-Kaserne in Rendsburg (Heeresflugabwehrschule) erhalten. Hauptauftragnehmer ist STN Atlas Elektronik GmbH, Bremen, die das System in Arbeitsgemeinschaft mit Krauss-Maffei Wegmann fertigt.
Pressemitteilung 13.02.2001
Die Niederlande führen den Leopard 2 A6 ein.
Heute wird in Den Haag/Niederlande zwischen Krauss-Maffei Wegmann und dem niederländischen Auftraggeber DM Directie van Defensie der Vertrag über die Einrüstung der neuen 120 mm-Kanone L55 in 180 niederländische Kampfpanzer Leopard 2 A5 unterschrieben, wodurch diese Panzer auf den Konfigurationsstand Leopard 2 A6 gebracht werden. Mit dieser neuen Kanone und parallel dazu entwickelter neuer, leistungsgesteigerter Munition wird die enorme Feuerkraft des Leopard 2 in Zukunft noch weiter erhöht, wobei dies ohne die Verwendung von uranhaltiger Munition realisiert wird.


