AGSHP

AGSHP = Ausbildungsgerät Schießsimulator Handwaffen / Panzerabwehrhandwaffen

Bis zum heutigen Tag muss die Bundeswehr für die Ausbildung der Soldaten an den verschiedenen Handfeuerwaffen Schießplätze unterhalten, auf denen mit scharfer Munition geschossen werden kann. Diese Art der Schießausbildung ist auch weiterhin notwendig. An die Sicherheit und Umweltverträglichkeit solcher Schießplätze jedoch werden immer höhere Anforderungen gestellt. Durch die steigenden Kosten für die Durchführung der Schießausbildung bzw. der Unterhaltung der Anlagen und den verschärften Sicherheitsbestimmungen, war man gezwungen, neue Wege zu suchen.
Hierbei sollten die Ziele eine möglichst realitätsnahen Ausbildung und das damit verbundene Treffsicherheitstraining in einem kompakten Ausbildungsblock sinnvoll miteinander verbinden.

Durch die Aufstellung des Simulators in einem eigens dafür bereitgestellten Raumes oder einer Halle kann die Schießausbildung unabhängig von Witterung, Munition- und Schießbahnzuweisung erfolgen.

Ausbildungsmöglichkeiten
Das Ausbildungsgerät Schießsimulator Handwaffen / Panzerabwehrhandwaffen (AGSHP)
erfüllt die Anforderungen an die modernen Methoden
der Schießausbildung .

Es bietet unter anderem :

Das AGSHP dient der vorbereitenden Schießausbildung, der Basis- und aufbauenden Schießausbildung, sowie dem Verbessern der Schießfertigkeit des Einzelschützen im Rahmen der kleinen Kampfgemeinschaft an folgenden Waffen :
Pistole P1, Pistole P8, Gewehr G3, Gewehr G36, Granatpistole, Maschinenpistole, Maschinengewehr und Panzerfaust.

An einem AGSHP können gleichzeitig 4 Schützen ausgebildet werden, ihre Leistungen (z.B. Umgang mit der Waffe, Schnelligkeit der Zielerkennung und Zielerfassung, Schießrythmus und Trefferbild) werden objektiv und kontinuierlich gemessen und ausgewertet. Die Waffen sind mit einer Vielzahl von Sensoren versehen und ermöglichen eine präzise Analyse jeden Schusses. So misst das System z.B. die An-/Abwesenheit eines Magazins bzw. eines erfolgten Ladevorgangs, den Anpressdruck auf die Schulterstütze oder die Art eines Schützen, wie er ein Ziel findet. Ferner kommt man damit einer falschen Atemtechnik auf die Spur, einem Verkanten der Waffe, etc. Die Aufzeichnung durch die Systemcomputer ermöglicht dem Ausbilder, geeignete Hilfestellung zur Verbesserung der Schießleistungen jedes Einzelnen zu geben. Vielen, der im Truppenversuch am AGSHP eingesetzten Soldaten gelang es, ihre Schießleistung mit Hilfe dieses Ausbildungsgerätes erheblich zu verbessern.


Systemaufbau einer AGSHP-Anlage.
Hier ist die Funktionsweise der Projektionstechnik besonders gut zu erkennen.